Direkt betroffen sind

  • Besitzer von Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern: z. B. private Vermieter, genossen-schaftliche und kommunale Wohnungsunternehmen
  • Besitzer von Wochenendgrundstücken
  • slope-64230_150Gewerbetreibende mit eigenem Grundstück in Landwirtschaft, Handwerk, Handel und Industrie
  • institutionelle Grundstückseigentümer (Bund, Land, Kommune): z. B. die Stadtwerke Bernau oder Liegenschaften des Bundes wie die ehemaligen Kasernen am Schönfelder Weg und an der Schwanebecker Chaussee
  • Alt- und Neuanschließer

Bei Altanschließern handelt es sich um Eigentümer von Grundstücken, die schon vor der deutschen Wiedervereinigung 1990 an die Wasser- und Abwasserversorgung angeschlossen waren bzw. eine Anschlussmöglichkeit hatten. Die meisten DDR-„Häuslebauer“ haben ihre Leitungen selbst verlegt. Ihre Eigenleistungen werden bei den Kosten nicht berücksichtigt, da „nur“ die Investitionskosten nach dem 3.10.1990 umgelegt werden dürfen.

Neuanschließer haben die Anschlussmöglichkeit für ihr Grundstück erst nach dem 3.10.1990 erhalten. Ein Grundstücksbesitzer, dessen Anschlussmöglichkeit z. B. Mitte der 90er Jahre geschaffen wurde, ist seinerzeit bereits mit einem Herstellungsbeitrag an den Kosten des Wasser-/Abwasserverbandes beteiligt worden – nach der damaligen, inzwischen für rechtsungültig erklärten Satzung, nach der damals geltenden Definition der Geschosshöhe und der Berechnung der Beiträge bis zu einer Grundstückstiefe von 40 m. Diese Grundstückseigentümer werden jetzt erneut mit einem „einmaligen“ Beitrag herangezogen – auf der Grundlage der neuen WAV-Satzung und neuer rechtlicher Regelungen.
Grundstückseigentümer, die jetzt erstmals und zeitnah an die Anschlussmöglichkeit ihres Grundstücks Beiträge entrichten, tun dies entsprechend den neuen rechtlichen Regelungen und der derzeit gültigen Satzung des WAV. Sollte diese Satzung jedoch ebenfalls für rechtsunwirksam erklärt werden, sind erneute Beitragsforderungen des WAV nicht ausgeschlossen – denn laut Brandenburgischer Rechtsprechung entsteht die Beitragspflicht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der (ersten) rechtswirksamen Satzung eines Zweckverbands oder einer Gemeinde.

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